Rechtsanwälte Palm & Kollegen
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Verbraucherinsolvenzverfahren

Für Sie trifft, aufgrund der gesetzliche Unterscheidungsmerkmale, das Verbraucherinsolvenzverfahren (Privatinsolvenz) zu:

Außergerichtliche Einigung

Der Gesetzgeber sieht, bevor ein gerichtliches Insolvenzverfahren beantragt werden kann, einen außergerichtlichen Vergleichsversuch mit den Gläubigern vor. Hierbei muss versucht werden, mit den Gläubigern einen Vergleich zu erreichen und somit möglicherweise das gerichtliche Insolvenzverfahren zu vermeiden.

Vorteil

Gelingt eine außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern ist die Durchführung eines Insolvenzverfahrens nicht mehr erforderlich. Die außergerichtliche Einigung kann sich an Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen orientieren. Zwangsvollstreckungsmaß-nahmen wären durch die Gläubiger nicht mehr möglich.

Kostenerstattung

Können Sie hierfür Beratungshilfe beantragen und somit die Kosten dieses Verfahrensabschnittes durch die Justizkasse erstatten lassen?

 

Beratungshilfe wird - von Fall zu Fall - für die außergerichtliche Vertretung des Rechtsanwaltes durch die zuständigen Amtsgerichte gewährt, sofern die Voraussetzungen hierfür vorliegen. Gerne prüfen wir für Sie die Voraussetzung, bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Insolvenzverfahren

Erst nach Scheitern der außergerichtlichen Vergleichsbemühungen kann ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei dem zuständigen Insolvenzgericht gestellt werden.

 

Hier prüft das Gericht zunächst, ob die Durchführung eines gerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahrens aussichtsreich wäre, welches einer außergerichtlichen Einigung im Ergebnis gleichkommen würde.

 

Erscheint dies nicht aussichtsreich wird das vereinfachte Insolvenzverfahren eröffnet. Mit dem Tage beginnt die sechsjährige (72 Monate) Zeitdauer des gesamten Verfahrens bis zur Erteilung der Restschuldbefreiung durch das Gericht. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Zeitdauer auf 3 oder 5 Jahren verkürzt werden.

Restschuldbefreiungsverfahren (Wohlverhaltensperiode)

Das gerichtliche Insolvenzverfahren wird beendet, nachdem alle pfändbaren Vermögensgegenstände verwertet sind. Hieran schließt sich als separater Verfahrensschritt das Restschuldbefreiungsverfahren an.

 

Im Rahmen des Restschuldbefreiungsverfahrens können Sie wieder Vermögen erwerben, ohne das die Gläubiger hierauf Anspruch haben.

Das Insolvenzverfahren und das Restschuldbefreiungsverfahren sind separate Verfahrensabschnitte, die auf die Laufzeit des Verfahrens insgesamt keinen Einfluss haben.

 

Die Laufzeit von, 3, 5 oder längstens 6 Jahren beginnt mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder analog mit einer Vereinbarung über einen Vergleich (außergerichtliche Einigung).

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